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Einstein in PragZwei Schüler der
Deutschen Universität in Prag setzten sich für Einstein ein, so daß er um 1911
an der Universität begann Vorlesungen zu halten. Damals gehörte Tschechien noch
zu Österreich-Ungarn, so daß der Kaiser zu bestimmen hatte wer an den
Universitäten seine Vorlesungen hielt. Zuerst war der Kaiser gegen die Berufung
Einsteins, da Einstein jüdischer Abstammung war. Doch dann willigte er unter
einer Bedingung ein: Einstein sollte die österreichisch-ungarische
Staatsbürgerschaft annehmen.
Insgesamt lebte
Einstein nur sechzehn Monate in Prag. Er arbeitete dort intensiv an der
Allgemeinen Relativitätstheorie.
Während seiner
Zeit in Prag setzte sich Einstein erstmals mit dem Problem der Juden
auseinander. Nach einiger Zeit befaßte er sich dann auch mit dem Zionismus. Der
Zionismus ist eine Bewegung innerhalb des Judentums, die sehr religiös
ausgerichtet ist.
Rückkehr nach Zürich1912 kehrte
Einstein wieder nach Zürich zurück, wo er weiter als Professor tätig war. Dort
passierte etwas ungewöhnliches: Als er seine erste Vorlesung hielt war der Raum
so überfüllt, daß die Zuhörer sogar bis in den Korridor hinaus anstanden. Das
zeigte ganz klar auf, daß Einstein immer mehr an Ansehen gewann.
Damals
veröffentlichte er zusammen mit seinem Jugendfreund Marcel Grossmann dem er sehr
viel zu verdanken hatte die große Arbeit "Entwurf einer verallgemeinerten
Relativitätstheorie und einer Theorie der Gravitation"(Anziehungskraft der Erde)
Der Ruf nach Berlin1911 wurde
Einstein von verschiedenen Kollegen nach Berlin berufen. Dort hielt er gegen
hohe Bezahlung Lesungen an der Universität. Seine Familie folgte ihm. Aber nicht
alles war in bester Ordnung.
Einstein hatte
Probleme mit seiner Frau. Deswegen kehrte sie 1914, kurz vor Ausbruch des 1.
Weltkriegs, mit den Kindern in die Schweiz zurück.
Der Erste WeltkriegAls der erste
Weltkrieg ausbrach wehrte sich Einstein gegen die Allgemeine Kriegsbegeisterung
und gegen den Nationalismus. Als überzeugter Kriegsgegner trat er 1914 der
Organisation "Bund des neuen Vaterlandes" bei. Diese Organisation wollte
möglichst schnell den Frieden und die Freiheit der Menschen.
Nach jahrelangen
Bemühungen gelang es Einstein endlich im November 1915 die Formulierung der
Allgemeinen Relativitätstheorie. Dann veröffentlichte er sein erstes Buch
darüber.
An Ostern 1916 besuchte Einstein seine Familie
in Zürich. Nach einem heftigen Streit, brach er die persönliche
Beziehung zu seiner Frau ab. Danach folgte eine schwere Zeit für
Einstein. Die schlechte politische und private Lage machte ihm
schwer zu schaffen. Er erlitt einen Nervenzusammenbruch und ein
Magengeschwür. Seine Kusine Elsa, die auch in Berlin lebte, pflegte
ihn damals. Diese Situation nützte Einstein aus und machte sich an
seine Kusine heran. Und siehe da, am 2. Juni 1919 heiratete er sie
kurz nach der Scheidung von Mileva. Einstein war sich schon zum Zeitpunkt seiner Scheidung
sicher, daß ihm eines Tages der Nobelpreis verliehen würde.
Drei Jahre später
wurde Einstein als möglicher Preisträger nominiert. Der Preis, den er dann
erhielt machte ihn weltberühmt.
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